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SCHULHAUS NEUHEGI

Objektart
Neubau Primarschule in Winterthur Neuhegi mit überregionaler 3-fach Turnhalle, Kindergarten, Hort und Vereinsräumen

Auftraggeberin
Stadt Winterthur

Architekt
Thomas Fischer, Elias Leimbacher

Bearbeitungszeit
2013 bis 2018

Aufgabenbereiche
Gesamtleitung (Generalplaner), Kosten-, Terminplanung, Devisierung, Bauleitung

Zuständige Bauleiter
Crispin Bär, Seraina Bär, Ana Marija Milcovic

Info
Die Stadt Winterthur benötigt im Transformations- und Neubaugebiet Neuhegi und für die sich entwickelnde bipolare Stadt ein öffentliches Gebäude mit Sporthalle und Primarschule. Das Projekt vereinigt das geforderte Raumprogramm innerhalb eines kompakten und effizienten Gebäudevolumens unter einem Dach.

Der Aussenraum der Schule, südlich des Eulachparks gelegen, kann dessen Grün weiterführen. Das mehrseitig offene und in der Wirkung durchlässige Schulhaus integriert sich so im öffentlichen Raum. Aussen und Innen, Schule und Quartier verbinden sich mühelos. Kernstück der Schulanlage ist das als grosser Lernpavillon konzipierte Schulgeschoss. Es erlaubt klassenübergreifende Lernformen sowie traditionellen Unterricht im Klassenzimmer. Bibliothek, Gruppen und Therapieräume sind in die Lernumgebung integriert und unterstützen projektbezogenes, interdisziplinäres Arbeiten.

Das Fluchtwegkonzept macht sämtliche Erschliessungsflächen für den Unterricht verwendbar. Die in der Umgebumg abgesenkte Dreifachturnhalle ist das sportliche Herzstück der Schulhausanlage. Sie ist für Zuschauer aus dem Erdgeschoss gut erfahrbar. Der Luftraum reicht bis ins Zwischengeschoss und wirkt als grosszügiger zentraler Innenraum. Daran angrenzend im Erdgeschoss befinden sich Zugangs- und Pausenhalle sowie die weiteren Räume mit hohem Personenaufkommen. Im Osten angeordnet, der Morgensonne und der intimeren Umgebung zugewandt, sind die drei Kindergärten mit eigenen Zugängen von aussen. Die klaren und direkten Raumanordnungen machen das Gebäude robust und brauchbar für Schulbetrieb, Sportveranstaltungen oder Quartierfeste. Die unterschiedlichen Betriebszeiten sind mittels durchdachten Zugangs- und Abtrennungsmöglichkeiten berücksichtigt.

Der kompakte Baukörper schafft ein hohes Mass an Raum- und Materialeffizienz. Dies ergibt einen wirtschaftlichen Bau mit energetischen, funktionalen und betrieblichen Vorteilen. Die neutrale Raumstruktur lässt Handlungsspielraum für die Planung sowie für Nutzungsänderungen. Das Projekt ist nach MINERGIE-P-ECO geplant und wird diesen Anforderungen entsprechen.