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UNIVERSITÄT ZÜRICH IRCHEL,
NEUBAU LABORGEBÄUDE 

Objektart
Total-Sanierung des HPZ Gebäudes der ETH im Rahmen einer Forschungsprojektes mit verschiedenen neuen Technologien

Auftraggeberin
EHT Zürich Immobilien

Architekt
Meierhofer Munz Architekten

Bearbeitungszeit
2009 bis 2011

Aufgabenbereiche
Kosten-, Terminplanung, Devisierung, Bauleitung

Zuständige Bauleiter
Michael Sobota, Hermann Stricker

Info
Im November 2010 veröffentlichte das Departement Architektur der ETH Zürich das Positionspapier «Towards Zero-Emission Architecture». Wenige Tage später verdeutlichten die Professorinnen und Professoren an einer Tagung, was unter dem geforderten Paradigmenwechsel vom Energiesparen zur Emissionsfreiheit zu verstehen sei:

Die Klimaerwärmung könne mit Sparen allein nicht aufgehalten werden; zudem sei Sparen auch gar nicht unbedingt nötig, da genügend Energie – etwa in Form von Sonneneinstrahlung, Wind oder Erdwärme – zur Verfügung stehe. Entscheidend sei vielmehr, den CO2-Ausstoss zu senken. Die Umstellung des Schweizer Energieversorgungssystems im Sinne einer Hinwendung zu erneuerbaren Energien erlaube es, den Ausstoss von CO2 zu minimieren. Gleichzeitig würde der Zwang, den Energieverbrauch von Neu- und Umbauten durch dicke Dämmschichten zu senken, relativiert. Dadurch könnten historische Fassaden erhalten und neue Gestaltungsmöglichkeiten eröffnet werden. Ein radikales Beispiel dafür ist die Sanierung des einstigen Lehrgebäudes für theoretische Physik der ETH Zürich (HPZ) unter der Leitung von Hansjürg Leibundgut.

Das ehemalige Zentralgebäude wurde von Albert Heinrich Steiner in den Jahren 1968–1971 in den als Parklandschaft konzipierten Campus gebaut. Nun wurde das HPZ zum Modellfall einer neuen Art der Sanierung von Bauten der Nachkriegsmoderne: Der Lehrstuhl für Gebäudetechnik setzt einige seiner selbstentwickelten und weiter zu erforschenden Technologien ein. Zudem wurde das Gebäude in den Energieverbund des Campusgeländes eingegliedert. Diese direkte Anwendung von Forschungsergebnissen in einem aktuellen Bauprojekt wae für alle am Projekt Beteiligten eine grosse Herausforderung – das Forscherteam, die Architekten und die beigezogenen Haustechnikplaner mussten viel Zeit aufwenden, bis sie sich auf ein gemeinsames Vorgehen zur Planung der komplexen Haustechnik einigen konnten. Diese Herangehensweise erforderte eine besonders intensive Koordinationsarbeit von der Forschung über die Planung bis zu den einzelnen ausführenden Gewerken.